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Fondation Descartes

La Fondation Descartes est une initiative citoyenne, apartisane, indépendante et européenne dédiée aux enjeux de l’information, de la désinformation et du débat public dans une société démocratique.

Fonctionnement et gouvernance

La Fondation Descartes est animée par trois organes : un Conseil d’Administration présidé par Jean-Philippe Hecketsweiler ; un Conseil Scientifique encadré par Gérald Bronner et d’une équipe permanente, dirigée par Laurent Cordonier, Directeur de la recherche.

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Tous les ans, la Fondation Descartes publie une étude en lien avec la désinformation dans ses thématiques phares (conflit, santé, climat). Retrouvez-les en intégralité.

Nos analyses

La Fondation Descartes publie des synthèses rédigées par son équipe de recherche sur les grandes thématiques liées à l'information et la désinformation.

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La Fondation Descartes publie des contributions d'experts associés à la Fondation, qui s'expriment ici en leur nom propre.

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En parallèle de la publication de son étude annuelle, La Fondation Descartes organise chaque année un colloque portant sur la désinformation dans la santé, le climat et les conflits.

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Dans sa lutte contre la désinformation, la Fondation Descartes s'associe régulièrement à d'autres acteurs de l'écosystème informationnel.

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En partenariat avec France Info, la Fondation Descartes décortique les infox qui ont traversé le temps dans sa série de podcasts "Les Infox de l'Histoire"

Acteurs

La Fondation Descartes identifie et cartographie les acteurs multiples agissant en France, en Europe et dans le monde impliqués dans la lutte contre la désinformation et dans la promotion d'un débat public basé sur des information sincères.

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La Fondation Descartes vous propose une cartographie des initiatives en France et dans le monde impliqués dans la promotion de la qualité de l'information ou dans la lutte contre la désinformation.

L'institut de Veille des récits émergents inauthentiques de la Fondation Descartes

L’Institut de Veille des Récits Émergents Inauthentiques (IVREI) est un dispositif de veille et d’analyse en temps réel des récits apparus sur les réseaux sociaux francophones.

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Wahlbetrug und Desinformationskampagne

In dieser Studie der Harvard Universität analysieren Yochai Benkler und seine Kollegen, was sie als eine von den Eliten der Republikanischen Partei initiierte Desinformationskampagne interpretieren.
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Synthese eines wissenschaftlichen Artikels, die von der Fondation Descartes hergestellt wurde:

Benkler, Y., Tilton, C., Etling, B., Roberts, H., Clark, J., Faris, R., ... & Schmitt, C. (2020). Mail-In Voter Fraud: Anatomy of a Disinformation Campaign. Available at SSRN. 

In dieser Studie der Harvard Universität analysieren Yochai Benkler und seine Kollegen, was sie als eine von den Eliten der Republikanischen Partei initiierte Desinformationskampagne interpretieren. Wegen der Covid-19-Pandemie haben einige US-Bundesstaaten in Vorbereitung auf die Präsidentschaftswahl 2020 einen Fernabstimmungsdienst eingeführt. Donald Trump und seine Umgebung prangerten dann das an, was sie als politisches Manöver der Demokraten bezeichneten. Ihrer Ansicht nach würde nämlich die Online-Abstimmung solche Betrugsrisiken darstellen, dass sie die Gültigkeit künftiger Wahlen gefährden würde.  Jedoch sind die Betrugsrisiken laut Experten auf diesem Gebiet eigentlich marginal und vernachlässigbar. Die republikanische Übertreibung dieser Risiken wäre also eine Desinformationskampagne zu Wahlkampfzwecken.

Die Autoren der Studie zeigen, dass diese „Desinformationskampagne“ der Republikanischen Partei zu einer Polarisierung der amerikanischen Bevölkerung zum Thema Wahlbetrug geführt hat: Republikanische Wähler sind stärker als Demokraten davon überzeugt, dass es ein großes Betrugsrisiko bei der Präsidentschaftswahl 2020 gibt.

Um zu verstehen, wie diese Meinung über Wahlbetrug entstanden ist, verbindet die Studie quantitative Analysen in den sozialen Medien (Twitter und Facebook) mit einer deskriptiven Chronologie der wichtigsten Etappen der „Desinformationskampagne“, die von Donald Trumps Lager geführt wurde. 

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie sind:

  • Die „Desinformationskampagne“ über Betrugsrisiken wurde ab März 2020 von Präsident Donald Trump und seiner Umgebung gestartet und unterstützt und dauerte bis September 2020.
  • Donald Trump konnte Nutzen aus dem Funktionieren der Massenmedien (Fernsehen und Radio) effektiv ziehen, indem er das Thema des Wahlbetrugsrisikos in den Mittelpunkt ihrer Agenda stellte.
  • Die Medien, vor allem nationale und lokale Fernsehsender, haben zum Erfolg dieser Kampagne beigetragen, indem sie ihr eine bedeutende Berichterstattung verliehen haben.
  • Die Auswirkung dieser Medienberichterstattung ist quantifizierbar: Republikanische Wähler, die hauptsächlich Fox News folgen, sind unter denjenigen überrepräsentiert, die an eine große Gefahr von Wahlbetrug glauben. 
  • Die Massenmedien sind der Hauptkanal zur Verbreitung dieser „Desinformationskampagne“.
  • Die sozialen Medien haben einen Aktivitätspeak, wenn Donald Trump die Betrugsgefahr im Fernsehen erwähnt. Als Resonanzboden für die Kommentare von Donald Trump im Fernsehen spielen daher soziale Netzwerke eine Nebenrolle im Vergleich zu den Massenmedien.

Diese Forschergruppe betont die geringe Rolle, die die sozialen Medien spielen, sowie die Abwesenheit jeder Spur einer ausländischen Einmischung in diese „Desinformationskampagne“. Ihrer Meinung nach wäre die Informationskrise, die die Vereinigten Staaten erschüttert, falsch diagnostiziert. Während die Rolle sozialer Medien und ausländischer Einmischungen in den Analysen dieser Krise sehr oft hervorgehoben werden, befassen sich eigentlich zu wenige Studien mit der Rolle der politischen Eliten und der Massenmedien.

Der Bericht weist auch auf die Verantwortung der Journalisten hin: 

Zu Beginn der Kampagne schienen diese Journalisten und Redakteure, am anfälligsten für Trumps Taktik, den professionellen Journalismus für seine Desinformationskampagne zu instrumentalisieren, zu sein. Zu dieser Zeit betonte die Berichterstattung einen „ausgewogenen" Ansatz, der die Formulierung des Problems vom Präsidenten als Parteikonflikt wiederholte und in der Tat verstärkte und legitimierte.

Schließlich meinen die Autoren, dass die „Neutralität“, die die Massenmedien während des Wahlkampfes eingenommen haben, dazu beigetragen hat, die Idee zu legitimieren, dass es ein echtes Betrugsrisiko bei der Präsidentschaftswahl 2020 gibt. Daher plädiert der Bericht für ein stärkeres Engagement der Medien gegen Desinformationsversuche der politischen Eliten. Den Forschern nach sollte die Sorge um Medienneutralität nicht zur Kapitulation vor Aussagen führen, die eindeutig Desinformationen enthalten, auch wenn sie vom Präsidenten der Vereinigten Staaten stammen.

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